|
Regeln
zur Vermeidung von Dominanzverhalten beim Hund
-
Füttern
Sie Ihren Hund niemals mit dem, was Sie gerade essen
(z.B. etwas zwischendurch vom Teller oder ein Stück
abbrechen und abgeben).
Füttern Sie Ihren Hund erst nachdem Sie gegessen
haben.
Erklärung:
Das ranghöchste Tier frisst immer zuerst und gibt niemals
freiwillig Futter ab.
-
Lassen
Sie den Hund nicht alleine bestimmen, wo und wann er
auf Ihren Möbeln oder im Bett schläft. Bestimmen
Sie wieviel und welcher Platz ihm zusteht.
Am besten weisen Sie ihm einen festen Platz (Körbchen,
Decke) zu. Stellen oder setzen Sie sich gelegentlich
in seinen Korb bzw. auf seine Decke.
Erklärung:
Das ranghöchste Tier bekommt immer den besten Schlafplatz.
Er hat das Recht sich überall aufzuhalten. Seine Liegeplatze
sind für die rangniedrigeren Tiere tabu und müssen
immer geräumt werden.
-
Bürsten
Sie Ihren Hund täglich, ob es nötig ist oder
nicht. Schauen Sie ihm ins Maul.
Gestatten Sie Ihrem Hund nicht, erfolgreich Beachtung
zu fordern.
Dieses muss immer von Ihnen ausgehen.
Lassen Sie sich nicht von Ihrem Hund zum Spiel drängen.
Sie beginnen das Spiel und beenden es auch!
Erklärung:
Ranghohe
Tiere haben das Recht sich jederzeit aufzudrängen.
Sie bestimmen, wann geschmust und gespielt wird.
-
Lassen
Sie sich von Ihrem Hund nicht im Spiel beißen.
Brechen Sie das Spiel sofort ab und ignorieren Sie Ihren
Hund. Machen Sie keine Zieh- oder Zerrspiele mit Ihrem
Hund.
Erklärung:
Jeder Hund muss lernen seine Beißkraft unter Kontrolle
zu halten. Lassen Sie sich nie auf eine körperliche
Rangelei ein. Ihr Hund könnte - je nach Größe
und Kraft - sehr schnell merken, dass Sie unterlegen sind.
-
Sorgen
Sie unbedingt und immer dafür, dass Ihr Hund Ihnen
in Türdurchgängen den Vortritt lässt.
Üben Sie es anfangs zur Not mit einer Leine. Wenn
es sich nicht vermeiden lässt, dass Ihr Hund vor
Ihnen durch die Tür muss, geben Sie ein entsprechendes
Kommando (Beispiel: Tür voraus o.ä.).
Erklärung:
Der Boss geht immer voran.
-
Gehen
Sie nicht um Ihren Hund herum, wenn er im Weg liegt.
Er muss Platz machen. Schubsen Sie ihn ruhig mal hoch
oder vom Sessel runter.
Erklärung:
Für den Boss macht jeder Platz.
- Wechseln
Sie beim Spaziergang öfter die Richtung. Ihr Hund
muss Ihnen folgen.
Erklärung:
Der Boss führt immer. Er bestimmt die Laufrichtung.
-
Üben
Sie unbedingt täglich die Grundkommandos mit Ihrem
Hund.
Er braucht nur 7 Kommandos befolgen:
Sitz, Platz, Bleib Sitz, Bleib Platz, Fuß, Hierhin
(das ist das wichtigste Kommando!) und Aus oder Pfui.
Erklärung:
Ihr Hund lernt dadurch Sie zu respektieren.
Machen
Sie sich bewusst, dass Ihr Hund nicht wie ein Mensch denkt,
sondern nach anderen Regeln lebt. Er folgt seinen angeborenen
Instinkten und als Hundebesitzer sollte und darf man nicht
erwarten, dass er unsere Sprache lernt. Behandeln Sie ihn
fair und lernen Sie wie ein Hund zu denken.
Versuchen
Sie nicht eingefahrene Gewohnheiten an einem Tag zu durchbrechen.
Lesen Sie jeden Tag den Plan durch und fangen Sie mit 1
- 2 Punkten an und steigern Sie sich langsam.
Häufig
hilft auch gleichzeitig der Besuch in einer Hundeschule.
Dort können sich die Besitzer austauschen und neuen
Mut holen, und Sie werden merken, dass Sie nicht der einzige
Mensch mit diesem Problem sind.
Außerdem
lernt Ihr Hund dort die Grundbegriffe des Gehorsams, was
wiederum förderlich für Ihre Beziehung zu Ihrem
Hund und umgekehrt ist.
Doris
Schaffron * Tierheilpraktikerin / Verhaltenstherapeutin
für Tiere
Brookstraße 18 * 49832 Freren OT Suttrup
Telefon 05902 / 9404715 oder 0170 / 8955025
www.die-tierheilpraktiker.de
doris.schaffron@t-online.de
|